Gastronomie

So besonders und eigen wie die ganze Insel ist, so sind auch ihre kulinarischen Spezialitäten. Die bekannteste Brotsorte ist das pane carasau (geröstetes Brot), das aufgrund seiner Dünne und Knusprigkeit von den Italienern auf dem Festland auch „carta da musica“ (Musikpapier) genannt wird. Man bekommt es in der Regel in fast jedem Restaurant zu Beginn zusammen mit Brötchen oder Fladenbrot, gereicht. Das Brot stammt aus der Barbagia, wo viele Hirten lebten, die aufgrund ihrer langen Abwesenheit ein lang haltbares und leicht transportierbares Brot benötigten. Es schmeckt aufgrund seiner Einfachheit zu fast allen kräftigen Fleisch-, Käse- oder Nudelgerichten genauso gut wie zu einem Stück sardischer Salami oder einem Stück Pecorino und einem Glas Rotwein. (Unser Tipp: Ein wenig Olivenöl und etwas Salz auf das Brot geben und dann kurz in den Backofen bis es leicht braun ist. So zubereitet nennt sich das Brot pane gutiau (getropftes Brot); oder einfach nass genießen!). Aufgrund der großen Schafbestände auf Sardinien gibt es viel Schafskäse, den pecorino, der für die Zubereitung vieler Gerichte verwendet wird. Auch alleine schmeckt er sehr gut und kräftig. Als Getränk empfehlen wir den sardischen Rotwein, den cannonau, den es sowohl trocken, als auch lieblich gibt (man sollte die liebliche Variante jedoch nicht mit einem süßen deutschen Wein vergleichen, da sie im Vergleich dazu immer noch ziemlich trocken ist). Der typischste Nachtisch auf Sardinien sind die seadas, große runde, mit Frischkäse gefüllte Teigtaschen, die in Öl frittiert und dann mit Honig beträufelt werden. Auch im Bereich der Gastronomie ist es nicht möglich jede Besonderheit zu nennen. Viele Regionen haben ihre eigenen Spezialitäten. Wir haben uns hier auf die bekanntesten beschränkt. (Es kann sein, dass die Namen der Gerichte in manchen Gebieten nicht dieselben sind, wie sie hier verwendet wurden. Das liegt an den Sprachunterschieden der verschiedenen Regionen.)

Mittlerweile wird an vielen Stellen der sogenannte agriturismo angeboten. Damit sind typisch sardische Essen gemeint, die von Sarden ausgerichtet werden und meistens auf Bauernhöfen stattfinden. Sie geben den Touristen einen Einblick in die sardische Küche. Man muss sich dazu in der Regel vorher anmelden. Für Leute die keinen Käse mögen ist diese Attraktion allerdings nicht empfehlenswert, da viele Gerichte mit Käse zubereitet sind. Wir empfehlen außerdem bequeme Kleidung, da diese Essen, wie bereits erwähnt, oft auf Bauernhöfen stattfinden.

 

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